Augenlasern - Einsatzgebiete

Wo und wofür werden Augenlaser eingesetzt?

Es gibt eine Reihe verschiedener laserchirurgischer Verfahren, mit denen unterschiedliche Sehstörungen korrigiert werden können. Offizielle Empfehlungen zu den Verfahren gibt es der Fachkommission der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft (DOH), die auch einschlägige Patientenratgeber anbietet.

Grundsätzlich können durch die Laserchirurgie eine Myopie (Kurzsichtigkeit), eine Hyperopie (Weitsichtigkeit) korrigiert werden. Bei diesen Eingriffen wird die Brechkraft der Linse an die Länge des Augapfels angepasst, so dass das scharfe Bild der Linse wieder auf Netzhaut fällt und der Patient seine Sehfähigkeit zurückerhält.

Bei Hornhautverkrümmungen wird dagegen die Verbesserung der Sehfähigkeit angestrebt, indem die Unregelmäßigkeiten auf der Hornhaut durch den Lasereingriff ausgeglichen werden. Für die Korrektur jeder der drei Sehstörungen gibt es jeweils mehrere erprobte und gleichwertige Operationsverfahren.

Für Patienten mit chronisch fortschreitende Hornhauterkrankungen, einem grauen Star (Katarakt) oder bestimmten Autoimmunerkrankungen wie z.B. Lupus Erythematodes sind laserchirurgische Verfahren nicht geeignet. Auch vor dem Erreichen des 18. Lebensjahres werden laserchirurgische Eingriffe nicht empfohlen.

Die Wahl des Verfahrens kann von den individuellen Gegebenheiten und Gegenanzeigen gegen ein bestimmtes Verfahren beim Patienten bestimmt werden. So kann zum Beispiel die stärke der erforderlichen Korrektur oder das Alter des Patienten bestimmte Operationsverfahren ausschließen. Oft wird aber auch die Wahl der Operationstechnik für ein bestimmtes Verfahren eine Rolle spielen. Das ist auch gerechtfertigt, weil der Operateur mit einem Verfahren, dass er besonders gut beherrscht und mit dem er sich besonders sicher fühlt auch bessere Ergebnisse erzielen kann.